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Tuesday, 14 August 2012

Es dreht sich alles um... Glas (It's all about.... glass)


Ich genoss es sehr den Demonstrationsstand für die Ausstellung von Glas in der Nationalen Woche der Wissenschaft und Technik zusammenzustellen, da ich so viel über dessen Geschichte und die Technik seiner Herstellung entdecken konnte. Das Vergnügen hatte absolut nichts mit der Bewunderung für die schönen Artefakte zu tun!

Mein Demonstrationsstand und ich
Die ausgesuchten Objekte wurden chronologisch auf einer Zeitachse angeordnet, die die Entwicklung von Glasverarbeitungsverfahren und die Nutzung von Obsidian (das einzige natürlich auftretende Glas und aus Lavaschollen gebildet) bis hin zu modernen Glasschmuck widerspiegelt, dessen Herstellungsmethoden und die darin involvierten Farbstoffe vor über 2.000 Jahren entwickelt worden waren.

Die Römer waren diejenigen, die die Herstellung von Glas durch die Erfindung der Glasbläserei revolutionierten. Diese Technik funktioniert aufgrund von Atomen und Molekülen, die sich im geschmolzenen Glas frei bewegen und keine kristalline Struktur annehmen wenn es abkühlt, wie sie es in meisten Materialien tun würden. Die Struktur von abkühlenden Glas bleibt dehnbar und kann verändert werden indem eine Kugel durch ein langes Rohr hinein geblasen und das Glas in allerlei Formen gezogen wird bevor es erhärtet.

Die Glasbläsermethode wird noch heute angewendet und die Zusammensetzung von Glas ist der römischen Rezeptur ebenfalls sehr ähnlich. Diese besteht aus folgenden Elementen:

• Sand (Siliciumdioxid), der „Grundbaustein“. Nimmt 60-70% der Gesamtmasse ein.

• Natriumcarbonat, das „Flussmittel“. Nimmt 15% der Gesamtmasse ein und ermöglicht effizienteres Schmelzen.

• Kalk, der „Stabilisator“. Nimmt 10% der Gesamtmasse ein und ermöglicht eine haltbarere und chemisch resistente Mixtur.

• Bestandteile aus verformten, kaputten oder alten Glasgefäßen, das sogenannte „Altglas“, reduziert die Schmelztemperatur

• Diverse Fremdkörper und Farbstoffe nehmen die restlichen 5-10% der Masse ein

Diese Farbstoffe stammten normalerweise aus pulverisierten Metallen und trugen zur Kolorierung des Glases bei, welche auch noch heute sehr gebräuchlich sind. Zu den am häufigsten verwendeten Stoffen gehören:

• Eisen (Fe), welches ein blasses Blau, Flaschengrün, Bernstein oder Schwarz ergibt. Es wird häufig gebraucht, um Weinflaschen zu färben, allerdings wird Chrom (Cr) heutzutage öfter verwendet

• Mangan (Mn), zur Herstellung von gelben und violetten Glas und manchmal auch zum Entfärben genutzt - klares Glas war sehr kostspielig

• Kupfer (Cu), normalerweise genutzt um ein Blau, Grün, Rubinrot oder ein deckendes Rot zu erzeugen, aber meist bekannt für die Herstellung von Glas in türkisem Farbton

• Cobalt (Co), zur Erzeugung einer sehr satten dunkelroten Farbe, insbesondere bei Glas, das Pottasche enthält (verbranntes Holz und Adlerfarn)

Es kamen auch ungewöhnlichere Färbemittel vor, einschließlich Uran (U), welches ein fluoreszierendes Gelb ergibt und von Glasherstellern aus dem 19.Jahrhundert gebraucht wurde, die sich in Unkenntnis über seine Radioaktivität befanden.

Römisches Glas aus der Museumssammlung BATRM 2003.22.8

Es ist unglaublich, dass diese uralten Methoden und Zusammenstellungen in unserer modernen Welt immer noch weitverbreitet sind, aber was mir noch faszinierender erscheint ist das Konzept ihrer Erfindung - Ich frage mich, was jemanden dazu bewegen konnte ein Rohr in einen rot glühenden geschmolzenen Klumpen Sand zu stecken und hinein zu blasen?

Source text: http://bathsbloggers.blogspot.co.uk/2012/04/its-all-about-glass.html

Translated by Mirjam Zdybel - Cardiff University MA Tanslation Student.



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